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DJI Terra Workflow für variable Düngung

DJI Terra ist die Desktop-Software für Photogrammetrie, 3D-Rekonstruktion und LiDAR-Verarbeitung. Während DJI SmartFarm Web den Online-Workflow für Agras abdeckt, bleibt Terra die erste Wahl für anspruchsvolle Vermessungsprojekte und Profi-Anwendungen mit der Matrice-Serie.

AnwendungEmpfehlung
Variable Düngung im Weinbau (Agras)SmartFarm Web — einfacher, browserbasiert
Pflanzenschutz-Variable-Rate (Agras)SmartFarm Web
Vermessung mit Matrice 4EDJI Terra (höhere Qualität)
3D-Modell eines WeinbergsDJI Terra (3D-Renderer)
LiDAR-Punktwolke (Zenmuse L2 + M400)DJI Terra (LiDAR-Modul)
Inspektions-Übersicht eines IndustriestandortsDJI Terra

DJI Terra ist modular lizenziert — Du zahlst nur für die Funktionen, die Du brauchst:

ModulWas es tut
2D-MappingOrthofotos und Karten aus Drohnenbildern
3D-Mapping3D-Modelle (Mesh, Punktwolke)
LiDARVerarbeitung von LiDAR-Daten (z. B. Zenmuse L2)
ClusterMehrere Computer parallel rechnen

Lizenz-Preise auf enterprise.dji.com/dji-terra — Webaro kann für unsere Kund:innen vergünstigte Lizenzen vermitteln.

Mit DJI Pilot 2 auf einer Matrice 4E oder mit DJI Agras App auf einer T100 mit Mapping-Modus:

  1. Routen-Mapping mit Standardparametern: 30–50 m Höhe, 70 % Überlappung.
  2. Drohne fliegt automatisch und macht hunderte Fotos.
  3. Bilder von der microSD-Karte sichern.
  1. DJI Terra öffnen → Neues Missions-Projekt.
  2. 2D-Mission wählen (für Variable Rate reicht 2D).
  3. Bilder importieren — Terra erkennt GPS-Daten automatisch.
  4. Verarbeitung starten — Dauer je nach Bildanzahl 30 min bis mehrere Stunden.

Nach der Rekonstruktion:

  1. NDVI oder VARI berechnen lassen.
  2. Karte mit farblicher Vitalitätsanzeige erscheint.
  3. Schwellwerte definieren — z. B. NDVI > 0,6 als „vital”, < 0,3 als „schwach”.
  1. Zonen erstellen in Terra: 3 bis 5 Zonen reichen meist.
  2. Aufwandmenge pro Zone festlegen (l/ha oder kg/ha).
  3. Export als Shapefile oder TIFF.
  4. Datei in DJI SmartFarm Web importieren — Terra exportiert standardisierte Formate, die SmartFarm versteht.

Alternativ: Direkt in der DJI Agras App importieren (per microSD).

In Steillagen ist die Topographie entscheidend — eine 2D-Karte allein reicht nicht für Hangneigung und Reihenführung. Terra erstellt:

  • Geländemodell (DGM) — der pure Boden ohne Pflanzen.
  • Oberflächenmodell (DSM) — mit Pflanzen und Reben.
  • Differenz — die Höhe der Reben über dem Boden.

Damit lässt sich die Drohnenflughöhe relativ zur Pflanze präzise einstellen — perfekt für Sprühen in Steillagen.

Mit der Zenmuse L2 an der Matrice 400:

  1. LiDAR-Flug mit DJI Pilot 2 — Punktdichte und Höhe einstellen.
  2. Daten in DJI Terra importieren (LiDAR-Modul nötig).
  3. Punktwolke generieren — bis zu Millionen Punkte pro Hektar.
  4. Klassifizierung: Boden, Vegetation, Gebäude.
  5. Export als LAS/LAZ-Datei.

Im Weinbau eher selten relevant, dafür für Forstwirtschaft, Vermessung, Inspektion spannend.

TippEffekt
32 GB RAM oder mehrPflicht für Projekte > 500 Bilder
GPU mit min. 8 GB VRAMBeschleunigt 3D-Rekonstruktion 5–10×
SSD-Speicher für ProjektVerkürzt Lese-/Schreibzeiten
Über Nacht rechnen lassenGroße Projekte brauchen 6–12 h
Cluster-ModulBei Großprojekten: 2–4 Computer zusammenschalten

Für die meisten Weinbau-Anwendungen im Agras-Bereich:

  • SmartFarm Web statt Terra — einfacher, schneller, billiger.

Für Vermessung, Mapping mit Matrice, 3D-Aufgaben:

  • DJI Terra mit passenden Modulen lizenzieren.

[VIDEO: Erstes Terra-Projekt — Weinberg in 3D rekonstruieren]