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Notfallmaßnahmen bei DJI Agras T50/T25

Trotz sorgfältiger Planung kann es im Einsatz zu Notfällen kommen. Die folgende Übersicht aus dem offiziellen Handbuch hilft Dir, im Ernstfall strukturiert zu handeln.

Wenn ein oder mehrere Motoren während des Flugs ausfallen, berechnet das Fluggerät die verbleibende Antriebsleistung automatisch anhand von Antriebssystem, Gewicht und Flugumgebung.

Zwei Szenarien:

  1. Verbleibende Antriebsleistung ausreichend: Das Fluggerät fliegt in stabilem Zustand weiter.
  2. Verbleibende Antriebsleistung nicht ausreichend: Das Fluggerät dreht sich kontrolliert und führt einen Sinkflug durch.

Was Du tust:

  1. Ruhig bleiben. Das System arbeitet autonom.
  2. Nicht in Panik steuern. Keine großen Steuereingaben.
  3. Manuelle Landung an einem sicheren Ort versuchen, sobald das Fluggerät auf niedriger Höhe ist.
  4. Unverzügliche Inspektion. Kontaktiere Webaro zur Fehleranalyse und Reparatur.

Ein brennender Akku ist die gefährlichste Situation im Agras-Betrieb. Die Schritte:

  1. Persönliche Sicherheit zuerst. Beim Laden: Ladestation oder Generator ausschalten, Akku vom Ladegerät trennen.
  2. Brennbares Material entfernen (Abstand mindestens 5 m).
  3. Kleine Brände: Mit Sand abdecken, dann den Akku mit kaltem Wasser kühlen, bis kein Rauch mehr erzeugt wird. Anschließend den Akku unter Wasser tauchen und Salz hinzufügen, um ihn vollständig zu entladen. Akku mehr als 72 Stunden an einem kühlen Ort stehen lassen, bevor Du ihn entsorgst.
  4. Größere Brände: Alle Personen evakuieren (mindestens 10 m). Warten, bis der Akku ausbrennt und das Feuer erlischt. Dann den Unfallort absichern.

C2 ist die Steuerverbindung zwischen Fernsteuerung und Fluggerät. Bei Verlust wird automatisch die sicherheitsbedingte Rückkehr aktiviert – sofern

  • das Signal länger als 3 Sekunden unterbrochen ist,
  • der Startpunkt erfolgreich aufgezeichnet wurde,
  • das GNSS-Signal stark ist (GNSS-Symbol grün),
  • das RTK-Modul die Flugrichtung messen kann.

Die Rückkehr wird fortgesetzt, sobald das Signal wiederhergestellt ist. Der Pilot kann die Rückkehr durch Drücken der RTH-Taste abbrechen.

Ein Flyaway bedeutet: Das Fluggerät fliegt während des Einsatzes in eine unerwartete Richtung und entfernt sich.

Was Du tust:

  1. Flugtelemetrie beobachten. Position, Höhe und Flugrichtung werden in der App angezeigt.
  2. Position merken: Auch wenn das Signal verloren geht, erscheint die letzte bekannte Position auf der Karte.
  3. Richtung abschätzen: Anhand Flugrichtung und Fluggeschwindigkeit die wahrscheinliche Landezone ableiten.
  4. Suche starten: Zu dieser Position begeben und das Fluggerät bergen.

Zwei Fälle:

  1. Steuersignal verloren: Das Fluggerät wechselt in den Modus „Sicherheitsbedingte Rückkehr”, sofern in der App aktiviert. Die Reaktion kann auch auf Schwebeflug an Ort und Stelle eingestellt werden.
  2. App stürzt ab, Steuersignal ist normal: Die C2-Verbindung ist ok, die Drohne fliegt den aktuellen Einsatz weiter. Erst bei kritisch niedrigem Akkustand wird eine Landung ausgelöst. Der Pilot kann den Modus „Route” beenden, indem er den Steuerknüppel leicht bewegt und manuell steuert.
  • Fluggerät vollständig prüfen: Rahmen, Arme, Motoren, Akkuanschluss, Sensoren.
  • Beschädigte Teile durch Originalersatzteile von DJI ersetzen.
  • Ohne Klärung der Ursache nicht erneut fliegen.
  • Kontaktiere Webaro oder den DJI Support – wir kümmern uns um Inspektion und Reparatur.

BILD: Sichere Behandlung eines beschädigten LiPo-Akkus

[VIDEO: Flyaway im Feld suchen – Schritt für Schritt]