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M400 Sensoren – LiDAR, Vision, Infrarot und Radar

Die Matrice 400 trägt das umfangreichste Sensorpaket der Matrice-Serie. Sie kombiniert rotierendes LiDAR, oberes LiDAR, 3D-Infrarotsensor, mmWave-Radar und omnidirektionales Vision-System. Das ermöglicht zuverlässige Hindernisvermeidung in allen Richtungen, auch bei Stromleitungen — und mehr Sicherheit bei BVLOS-Operationen.

SensorAufgabeErfassungsbereich
Rotierendes LiDARHindernisvermeidung omnidirektional, 520.000 Punkte/s0,5 bis 100 m
Oberes LiDAR (3D ToF)Hindernisse oberhalb des Fluggeräts0,5 bis 25 m
Abwärts 3D-InfrarotHöhenmessung, Landung0,3 bis 8 m
mmWave-RadarStromleitungserkennung36 bis 50 m
Vorne/Hinten VisionHindernisvermeidung in Flugrichtung0,4 bis 200 m (Messbereich)
Seitlich VisionHindernisvermeidung seitlich0,6 bis 21 m

Rotierendes LiDAR — Herzstück der Hindernisvermeidung

Abschnitt betitelt „Rotierendes LiDAR — Herzstück der Hindernisvermeidung“

Das rotierende LiDAR scannt die Umgebung des Fluggeräts mit 520.000 Punkten pro Sekunde und ermöglicht eine omnidirektionale Hinderniserkennung im Bereich von 0,5 bis 100 m. Da es rotiert, ist es unempfindlich gegen tote Winkel — anders als statische LiDAR-Module.

Staub und Flecken auf der Sensorscheibe beeinträchtigen die Leistung. Empfohlen: am Ende jedes Einsatztages reinigen.

  1. Mit sauberem Wasser abspülen.
  2. Mit Druckluft trocknen, dann mit weichem Tuch wischen.
  3. Bei sichtbaren Flecken: kleine Menge Alkohol mit feuchtem Tuch.

Stromleitungen sind für klassische Vision-Sensoren oft unsichtbar — dünne Drähte ohne Kontrast. Das mmWave-Radar der M400 erkennt sie auf 36 bis 50 m Entfernung und meldet sie in der DJI Pilot 2 App.

Wichtig:

  • Nicht direkt parallel zu Stromleitungen fliegen.
  • Bei Nebel oder Regen: zusätzliche Vorsicht — die Radarleistung kann reduziert sein.
  • Im manuellen Modus liegt die Verantwortung beim Piloten — Pilot 2 zeigt zwar Warnungen, aber keine automatische Ausweichung im manuellen Modus.

Die M400 unterstützt das Fortschrittliche Assistenzsystem für Piloten (APAS). APAS:

  • Berechnet Ausweichbahnen um Hindernisse.
  • Funktioniert in Flugrichtung sowie seitlich und nach oben/unten.
  • Kann Stromleitungen, Drähte und sehr kleine Objekte u. U. nicht zuverlässig erkennen.

In Pilot 2 unter Sicherheitseinstellungen → APAS aktivieren oder deaktivieren.

Wenn das Fluggerät ein Hindernis erkennt:

  1. Beim Cruisen wird automatisch gebremst.
  2. Bei aktiviertem APAS wird ein Ausweichmanöver berechnet.
  3. Im manuellen Modus ohne APAS verweilt das Fluggerät im Schwebeflug.

Die M400 integriert einen ADS-B-Empfänger. Sie warnt vor in der Nähe befliegender bemannter Luftfahrzeuge und gibt akustische und visuelle Warnungen in Pilot 2 aus.

  • Direkt nach Aktivierung oder Flug: Metallteile am Radarmodul können heiß sein — nicht berühren.
  • Bei Stromleitungen, kleinen Objekten oder Objekten auf gleicher Höhe wie das Landegestell kann die Erkennung versagen.
  • Bei Nacht, in dunklen Bereichen oder bei verschmutzten Kameras nutzt das Fluggerät vorrangig das LiDAR für die Hinderniserkennung.
  • Sicherheitsabstand: 2,5 m zwischen Propeller und erkanntem Hindernis.
  • Bei Stromleitungen: mindestens 36 m laut Spezifikation — in der Praxis möglichst noch mehr Abstand.

BILD: M400 mit LiDAR-Modulen und Sensoren

[VIDEO: M400 LiDAR Hinderniserkennung in der Praxis]