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RTK-Positionierung: D-RTK 2 und Netzwerk-RTK

Die DJI Agras T50 und T25 verfügen über eine integrierte D-RTK. Die Flugrichtungsreferenz aus den beiden RTK-Antennen ist präziser als ein Kompass und widersteht magnetischen Interferenzen durch Metallstrukturen und Hochspannungsleitungen. Bei starkem GNSS-Signal werden die Antennen automatisch zur Messung der Flugrichtung aktiviert.

Für zentimetergenaue Positionierung brauchst Du zusätzlich eine Differentialdatenquelle: entweder die DJI D-RTK 2 Mobilstation oder einen Netzwerk-RTK-Service.

  • Wiederholbare Flugrouten: Exakt dieselbe Spur beim nächsten Einsatz.
  • Sehr genaue Feldgrenzen: Präzise Kartierungen in Steillagen und Obstplantagen.
  • Reduzierte Drift: Auch bei Wind und in Reihenkulturen bleibt die Route stabil.
  • Sicherer Start an schwierigen Standorten mit stark reflektierten GNSS-Signalen.

Stelle vor jedem Einsatz sicher, dass die RTK-Signalquelle richtig festgelegt ist – entweder D-RTK 2 Mobilstation oder Netzwerk-RTK. Sonst kann RTK nicht für die Positionierung verwendet werden.

  1. In der Betriebsansicht der DJI Agras App auf das Zahnrad tippen.
  2. „RTK” auswählen.
  3. Signaltyp einstellen und die Funktion aktivieren.

Die D-RTK 2 ist eine tragbare Bodenstation mit eigener Antenne.

  1. Nach dem Handbuch der D-RTK 2 das Fluggerät mit der Mobilstation koppeln.
  2. Mobilstation einschalten und warten, bis das System die Suche nach Satelliten beginnt.
  3. Das RTK-Statussymbol in der Betriebsansicht wechselt auf grün, sobald das Fluggerät Differentialdaten empfängt.

Wann D-RTK 2 sinnvoll ist:

  • In Gebieten ohne zuverlässige Mobilfunkabdeckung
  • Bei sehr großen zusammenhängenden Flächen
  • Wenn Du die Mobilstation einmal kaufen willst und unabhängig von Abos bleiben möchtest
  • Für die höchste erreichbare Genauigkeit

Netzwerk-RTK nutzt einen zugelassenen RTK-Server über die Internetverbindung der Fernsteuerung statt einer eigenen Basisstation.

  1. Fernsteuerung mit dem Internet verbinden (WLAN oder DJI Mobilfunk-Dongle).
  2. In der App auf das Zahnrad tippen und RTK auswählen.
  3. Als RTK-Signaltyp „Benutzerdefiniertes Netzwerk-RTK” wählen.
  4. Netzwerkinformationen eingeben: Mountpoint, IP, Port, Benutzername, Passwort.
  5. Warten, bis das RTK-Statussymbol grün wird.

In Deutschland kannst Du SAPOS-Dienste der Bundesländer oder kommerzielle Dienste wie Trimble VRS Now oder Hexagon HxGN SmartNet nutzen. Die Zugangsdaten erhältst Du von Deinem Anbieter.

Wenn RTK während des Flugs nicht mehr verfügbar ist, wechselt das Fluggerät automatisch auf GNSS. Das Fluggerät geht in den Fluglagemodus, um seine Fluglage zu stabilisieren. In der App erscheint eine Meldung, um den Piloten zu erinnern, vorsichtig zu fliegen und so bald wie möglich zu landen.

Frage: Funktioniert RTK auch ohne starkes GNSS-Signal? Antwort: Ja, RTK nutzt zwar GNSS-Rohdaten, aber durch die Differenz zum festen Referenzpunkt wird die Genauigkeit auf wenige Zentimeter reduziert.

Frage: Wie weit kann die D-RTK 2 entfernt stehen? Antwort: In der Praxis bis zu einigen Kilometern, solange Funksicht zur Drohne besteht. Die DJI Agras App zeigt den Status an.

Frage: Muss RTK immer aktiviert sein? Antwort: Nein. Für Sprühen reicht oft GNSS. Für präzise Kartierung, Obstbaum-Einsätze oder wiederholbare Routen ist RTK sehr zu empfehlen.

BILD: D-RTK 2 Mobilstation neben der T50 im Feld

[VIDEO: Netzwerk-RTK in der DJI Agras App einrichten]