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Hindernisvermeidung und Terrain Follow

T50 und T25 verfügen über ein mehrstufiges Sicherheitssystem: binokulare Sichtsensoren am Bug, ein nach vorne gerichteter phasengesteuerter Radar und ein nach hinten und unten gerichteter phasengesteuerter Radar. Gemeinsam ergibt das eine omnidirektionale Hinderniserkennung.

  • Messbereich: 0,5 bis 29 m
  • Sichtfeld: horizontal 90°, vertikal 106°
  • Effektive Erkennungsgeschwindigkeit: bis 10 m/s
  • Voraussetzung: ausreichende Licht- und Sichtverhältnisse

Die Sichtsensoren erkennen Hindernisse vorne und unten. Sie tragen zusätzlich zur Höhenstabilisierung und zur Feldidentifikation bei.

  • Hinderniserkennungsbereich: 1 bis 50 m omnidirektional
  • Sichtfeld vorne: horizontal 360°, vertikal ±45°, nach oben ±45° (Kegel)
  • Sichtfeld hinten: vertikal 360°, horizontal ±45°
  • Sicherheitsabstand: 2,5 m zwischen Propeller und Hindernis
  • Arbeitsbedingungen: Flug über 1,5 m, max. horizontale Geschwindigkeit 10 m/s, max. vertikale Geschwindigkeit 3 m/s

Das Radar arbeitet unabhängig von Lichtverhältnissen und funktioniert auch in Dunst oder bei direkter Sonneneinstrahlung zuverlässig.

Wenn ein Hindernis erkannt wird, bremst das Fluggerät ab und verharrt im Schwebeflug. Der Einsatz wird abgebrochen. Je nach Betriebsmodus gibt es zwei Varianten:

  • Route-Modus oder Obstbaum-Modus: Die Drohne berechnet eine automatische Rückkehrroute, die markierten Hindernissen ausweicht.
  • Manueller Modus: Die Drohne bremst und wartet auf weitere Eingaben des Piloten. Der Pilot steuert manuell um das Hindernis herum.

Das phasengesteuerte Radar misst kontinuierlich die Bodenhöhe und passt die Flughöhe automatisch an. Die DJI Agras App bietet drei Modi:

  • Flachland-Modus: Für klassische Ackerflächen mit geringer Neigung.
  • Berg-Modus: Für Hanglagen mit bis zu 50° Neigung. Die Drohne folgt dem Geländeverlauf.
  • Modus „Über Wasser”: Für Teichanlagen oder geflutete Reisfelder, bei denen Reflektionen klassische Sensoren irritieren würden.
  • Flughöhenerkennungsbereich: 1 bis 50 m
  • Stabilisierungsbereich: 1,5 bis 30 m
  • Sehr dünne Hindernisse wie Spanndrähte und Zäune – sie werden unter Umständen nicht erkannt.
  • Transparente Flächen wie Glas oder Folien.
  • Dichter Bewuchs kann die Unterscheidung zwischen Vegetation und festem Hindernis erschweren.
  • Stark reflektierende oder absorbierende Oberflächen.

Praxisregel: Im Zweifelsfall reduziere die Fluggeschwindigkeit oder fliege das Feld zunächst manuell ab, um alle Hindernisse zu markieren.

In der Feldplanung kannst Du vor dem Einsatz Hindernisse explizit eintragen:

  • Punktuelles Hindernis: Ein einzelner Baum oder Mast.
  • Runde Fläche: Brunnen, Hochstand oder vergleichbare runde Objekte.
  • Nicht-Sprühbereich: Polygonale Flächen, z. B. gerodete Flächen, Gräben oder angrenzende Kulturen.

Je genauer die Eingabe, desto präziser arbeitet das System im Einsatz.

BILD: Radar-Sichtfeld der T50 von vorne und hinten

[VIDEO: Hindernisvermeidung im Weinberg live]