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DJI Relay aktivieren – 4G-Übertragung für große Reichweiten

Der DJI Relay ist eine 4G-Mobilfunk-Erweiterung für Fernsteuerung und Drohne. Er erweitert die Übertragungsreichweite über die OcuSync-Reichweite hinaus — und sichert die Verbindung in schwierigen Funklöchern, wie sie im Weinbau-Steillagen oft auftreten.

SituationEmpfehlung
Flacher Acker mit SichtkontaktNicht nötig
Weinberg in SteillageNutzen — vermeidet Verbindungsabbrüche
Großflächige Mapping-FlügeNutzen — bei großen Distanzen über OcuSync-Reichweite
Inspektion in TälernNutzen — Funkverbindung über Hügel gesichert
Bereich ohne 4G-EmpfangNicht hilfreich — Mobilfunk muss da sein
  • DJI Mobilfunk-Dongle 2 (für Matrice 400) bzw. DJI Mobilfunk-Dongle (für Agras T100, T70P).
  • Nano-SIM-Karte mit aktivem 4G-Datentarif vom regulären Mobilfunkanbieter.
  • Internetzugang zur Aktivierung.
  • DJI Agras App oder DJI Pilot 2 App auf der Fernsteuerung.
  1. Mobilfunk-Dongle aus dem Fluggerät schrauben.
  2. SIM-Karte in den Slot einlegen — Pfeil-Markierung beachten.
  3. Dongle wieder ans Fluggerät schrauben — Schrauben festziehen.

Der gleiche Vorgang für die Fernsteuerung.

  • Beide Geräte mit Internet verbinden (WLAN oder eben das eingerichtete 4G).
  • DJI Agras / DJI Pilot 2 App öffnen.
  • App → Geräteverwaltung → Mobilfunk-Dongle öffnen.
  • Status sollte „Verbunden” sein.
  • Bei Bedarf Aktivieren antippen.
  • Betriebsansicht / Kameraansicht → Symbol für die Videoübertragung antippen.
  • Verbesserte Übertragung aktivieren.
  • Die App zeigt das 4G-Symbol an, wenn 4G zusätzlich zur OcuSync läuft.

Aus Flugsicherheitsgründen funktioniert die verbesserte Übertragung nur, wenn OcuSync aktiv ist:

  • Wird OcuSync getrennt, kann die 4G-Übertragung nicht deaktiviert werden.
  • Bei Übertragung nur über 4G wird beim Neustart der Fernsteuerung die sicherheitsbedingte Rückkehr (RTH) initiiert.
  • 4G allein reicht nicht für Start und Landung — OcuSync muss da sein.

Übersetzung: DJI verlässt sich nicht zu 100 % auf 4G — es bleibt eine Erweiterung, kein Ersatz.

  • Vor jedem Flug prüfen, dass beide Verbindungen (OcuSync + 4G) verfügbar sind.
  • Im Steillagen-Weinberg zuerst manuell zur Position fliegen, RTK-Fix abwarten, dann die Mission starten.
  • WLAN auf der Fernsteuerung während der 4G-Nutzung ausschalten — vermeidet Funkstörungen.
  • Bei Smartphone-Hotspot anstatt Dongle: 2,4 GHz und 4G-Modus am Handy einstellen.
VerbindungTypische LatenzBandbreite
OcuSync 4 Enterprise (nahe)130 ms80 MBit/s
4G (gut, Stadt)200–400 ms20–50 MBit/s
4G (schwach, Land)500–1.000 ms1–10 MBit/s

Bei schwachem 4G sieht man oft eine Verzögerung im Live-View und gelegentliche Blockbildung. Das ist normal.

ProblemLösung
Dongle wird nicht erkanntDongle ab- und neu anschrauben, Schrauben festziehen
SIM-Karte nicht gelesenKarte verkehrt eingelegt, oder PIN aktiv
4G-Symbol erscheint nichtMobilfunk-Empfang am Standort prüfen — am Smartphone testen
Latenz extrem hoch4G-Empfang schwach — anderer Standort oder OcuSync alleine reicht
Datenvolumen verbrauchtTarif zu klein — auf 10 GB/Monat oder höher upgraden

[VIDEO: DJI Relay einrichten und im Weinberg testen]